Das Single-Leben hat für mich, Ticina, viele aufregende Facetten, doch nach einer gewissen Zeit hat frau es auch gesehen. Dann geht es also wieder darum, sich auf die Suche nach einem passenden Gspändli zu machen, denn ich bin im Grunde meines Herzens nicht wirklich gerne alleine.
Single-Treffs, Single-Ferien, Single-Kurse? Alles schon erlebt, doch da stosse ich zufällig im Restaurant Hiltl auf die Postkarten-Werbung von "howaboutlunch". Das ist es! Die Mittagszeit für ein Blind-Date zu nutzen. Eine geniale Idee!
Blind-Dates finde ich ungemein spannend. Es braucht etwas Mut, Freude am Kennenlernen neuer Menschen und auch Anstand, wenn man jemanden trifft, den man ganz sicher kein zweites Mal treffen möchte.
Es dauerte jedoch ein paar Lunchs, alle interessant und unterhaltend, bis ich elbonia im "imagine" zum Mittagessen treffe. Anfänglich empfand ich die Begegnung mit elbonia etwas kurios. Er war direkt und unverblümt und offensichtlich knurrte sein Magen mächtig, denn die Menü-Karte schien ihn zuerst mehr zu interessieren als seine Lunch-Partnerin. Das Gespräch kam dann trotzdem ins Rollen und wir verwickelten uns in fachliche Gespräche (wir haben beide den gleichen Beruf) und erzählten von unseren vielen Reisen und Auslandaufenthalten.
Nach dem Lunch waren wir beide der Meinung, dass wir unsere Gespräche fortsetzen müssen. Wir tauschten die Handy-Nummern aus. Dann war Funkstille.
Auch nach meinem MMS-Gruss aus dem Tessin, liess elbonia noch auf sich warten. Ich strich ihn gedanklich bereits von der Liste.
Doch dann kam eine witzige Einladung für eine Kochbuch-Vernissage per E-Mail von ihm. Und der Stein kam ins Rollen!
In der Zwischenzeit ist über ein Jahr vergangen und auf der "howaboutlunch"-Homepage sieht es anders aus, aber Elbonia und ich sind immer noch zusammen und möchten es auch bleiben. Ab November 2006 versuchen wir es sogar mit einer gemeinsamen Wohnung.
|